Zahnarztteam Luzern - Praxis Dr. Schulte

Feste dritte Zähne an einem Tag

Ein Fall aus unserer Praxis

Hermine Rosenthal, 61 Jahre aus Schwellbrunn AR:

Frau Rosenthal

Diese Patientin hatte schon in der Jugend viele Zähne verloren. Nach dem Verlust der festen Brücken  trug sie seit Jahren herausnehmbare Prothesen. Während sie mit der Unterkieferprothese gut zurechtkam und sie nur die gelblich verfärbten Zähne störten, war die Lage im Oberkiefer weitaus schwieriger: Die wenigen verbliebenen Zahnwurzeln (Wurzelstifte mit Druckknopf) konnten die Prothese nicht mehr ausreichend stabilisieren. Die schlecht sitzende, wackelnde Prothese bereitete der Patientin Würgereiz und Schmerzen beim Essen und war auch schon mehrfach beim Sprechen unvermittelt herausgefallen.

Der von ihr konsultierte Zahnarzt hatte ihr geraten, zuerst die verbliebenen Zähne zu ziehen. Dann, einige Monate später, sollte der Knochen des Oberkiefers aufgebaut werden, nach weiteren sechs Monaten sollten dann Implantate gesetzt werden. Etwa ein Jahr nach dem ersten Eingriff hätte sie dann ihren festen Zahnersatz erhalten. Frau Rosenthal konnte sich aus Angst vor mehreren schmerzhaften Eingriffen und monatelangem Tragen einer prekären Vollprothese nicht  für diesen Behandlungsvorschlag entscheiden und hatte die anstehende Sanierung lange Zeit vor sich hergeschoben.

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Die Planung

Röntgenbilder Rosenthal vorher

Die Röntgenaufnahme (links) zeigte - wie erwartet -einen deutlichen Knochenschwund im Oberkiefer. Mit der von uns angefertigten Computertomografie (rechts) konnten wir den noch vorhandenen Knochen dreidimensional analysieren und die Implantation virtuell planen. Auf diese Weise konnten wir ermitteln, dass der Oberkiefer für die Aufnahme von vier Implantaten gemäss der All-On-Four-Technik ausreichend dimensioniert war. 

Im Unterkiefer mussten nur die hinteren Zähne entfernt und eine Anpassung der bestehenden Prothese vorgenommen werden.

Nachdem feststand, dass dank der All-On-Four-Methode kein Knochenaufbau erforderlich war und der Eingriff in einer einzigen Sitzung in Vollnarkose möglich war, willigte die Patientin in die geplante Behandlung ein.

Zum Abschluss der Planungsphase erfolgte eine Abschlussbesprechung mit der Patientin. Gemeinsam  mit unseren Zahntechnikern wurde die ästhetische Ausgangssituation analysiert und die Wünsche der Patientin aufgenommen. Nach Abdrucknahme und Anfertigung von Fotos war unser Zahntechniklabor nun in der Lage, den individuell gestalteten provisorischen Zahnersatz für den Tag der Operation vorzubereiten.

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Der Eingriff

Der Tag des Eingriffs

In Vollnarkose wurden alle Zähne des Oberkiefers sowie die hinteren Unterkieferzähne extrahiert (gezogen).

Anschliessend konnten wir im Oberkiefer mithilfe der aus der Computertomographie gewonnenen Informationen vier äusserst stabile Implantate in den vorhandenen Kieferknochen einsetzen, wobei die hinteren Pfeiler schräg nach vorn ausgerichtet wurden.

Nach der Abdrucknahme und Ausleitung der Narkose wurde die Patientin in unserem Aufwach- und Ruheraum betreut. Dank der verabreichten Medikamente hatte sie in den Stunden nach der Operation praktisch keine Schmerzen.

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Die feste provisorische Versorgung

Die provisorische Versorgung

Etwa vier Stunden nach dem Eingriff wurde die in unserem Zahntechniklabor hergestellte provisorische Oberkiefer-Brücke fest auf den frisch eingepflanzten Implantaten verschraubt. Die Patientin durfte von Anfang an ganz normal damit kauen, nur besonders harte Speisen sollten während der ersten zwei Monate vermieden werden. Frau Rosenthal konnte  jetzt mit einer Begleitperson den Heimweg antreten.

Etwa eine Woche nach der Operation wurden die Nähte entfernt und der Biss noch einmal kontrolliert. Der Patientin wurde von unserer Dentalhygienikerin genau erklärt, wie sie den Zahnersatz mit einer weichen Zahnbürste und einer speziellen Zahnseide optimal reinigen konnte.

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Vier Monate später: Die definitive All-On-Four Brücke wird eingesetzt

Die endgültige Brücke

Die Röntgenaufnahme zeigte die korrekte Positionierung der vier Implantate, die nun – vier Monate nach dem Eingriff - fest im Knochen eingewachsen und voll belastungsfähig waren.

Nach Abdrucknahme erfolgte in unserem Zahntechniklabor die Herstellung der definitiven All-On-Four-Brücke, die fest auf den Implantaten verschraubt wurde. Dabei konnten wir die ästhetischen Wünsche der Patientin berücksichtigen.

Gleichzeitig wurde die alte, verfärbte Teilprothese im Unterkiefer überarbeitet und mit neuen, farblich an den Oberkiefer angepassten Zähnen versehen.

Im Video erzählt Frau Rosenthal ihren Weg zu festen Zähnen aus ihrer persönlichen Sicht. Bitte klicken Sie auf den Pfeil im nebenstehenden Bild, um den Film anzuschauen.

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