Zahnarztteam Luzern - Praxis Dr. Schulte

Wurzelbehandlungen - Fragen und Antworten zum Thema

Ich habe einen toten Zahn, aber absolut keine Beschwerden. Muss ich trotzdem eine Wurzelfüllung machen lassen?

Ja, eine Wurzelbehandlung ist bei toten Zähnen zwingend notwendig. Die Wurzelkanäle toter Zähne werden sonst von Bakterien besiedelt und der Knochen kann sich entzünden. Diese Entzündungen sind im Anfang oft völlig schmerzlos und werden von den Patienten meist gar nicht bemerkt.

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Tut eine Wurzelbehandlung weh?

Nein,  mit einer örtlichen Betäubung kann der Schmerz völlig ausgeschaltet werden.  Trotzdem empfinden viele Patienten die oft langwierigen und komplexen Wurzelbehandlungen als belastend. Aus diesem Grund bieten wir zusätzlich zur Lokalanästhesie auf Wunsch eine Sedierung (Beruhigung) mit Lachgas oder im Dämmerschlaf unter Beruhigungsmitteln an. Auf diese Weise können sich unsere Patienten während der Behandlung völlig entspannen.

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Kann ein wurzelbehandelter Zahn weh tun, obwohl er tot ist?

Ja, das ist möglich. Es ist aber meist nicht der Zahn, der schmerzt, sondern der Knochen um die Wurzelspitze.  In den ersten Wochen nach der Wurzelbehandlung ist das Gewebe dort noch irritiert und kann bei Belasten (Beissen) wehtun. In der Regel verschwinden diese anfänglichen Beschwerden mit der Zeit.  In manchen Fällen, vor allem bei Zähnen mit mehreren Wurzeln werden vom Zahnarzt Wurzelkanäle „übersehen“ und nicht oder nicht korrekt gefüllt, was dann zu Entzündungen und Schmerzen führt.  Dann ist eine Wiederholung (Revision) der Wurzelfüllung erforderlich, damit alle Kanäle ordnungsgemäss bis zur Wurzelspitze gefüllt werden können.

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Wie viele Sitzungen sind für eine Wurzelbehandlung erforderlich?

Sind die Wurzelkanäle nicht infiziert, kann die komplette Wurzelbehandlung in einer Sitzung abgeschlossen werden. Bei Zahnschmerz und infiziertem Wurzelkanal wird meistens zunächst ein desinfizierendes Medikament in den Wurzelkanal gefüllt und die eigentliche Wurzelfüllung später  in einem zweiten Schritt durchgeführt.

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Kann man eine fehlgeschlagene Wurzelbehandlung wiederholen?

Ja, in den meisten Fällen ist das möglich. Man spricht dann von einer Revision. Die alte Wurzelfüllung muss zunächst vollständig aus den Kanälen entfernt werden, bevor eine neue  dichte Wurzelfüllung gelegt werden kann.  Bei Revisionen muss man besonders sorgfältig vorgehen, denn es  besteht immer die Gefahr einer Perforation des Wurzelkanals. Besonders schwierig wird es, wenn der Kanal durch Wurzelstifte und Aufbauten verschlossen ist. Manchmal ist die chirurgische Entfernung der Wurzelspitze (Wurzelspitzenresektion )eine Alternative zur Revision.

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Wie sind die langfristigen Erfahrungen mit Zähnen mit einer Wurzelbehandlung?

Bei einer sorgfältigen, korrekt durchgeführten Wurzelbehandlung ist die Langzeit-Prognose sehr gut. Solche Zähne können durchaus lebenslang gute Dienste leisten.  Aus Erfahrung wissen wir, dass wurzelbehandelte Zähne, die beim Kauen stark belastet sind, überkront werden sollten, damit sie nicht abbrechen.

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Kann ein Granulom oder eine Zyste an der Wurzelspitze eines toten Zahnes wieder verschwinden, wenn man eine Wurzelfüllung macht?

In den meisten Fällen kommt es nach der Wurzelbehandlung zu einer Rückbildung und Abheilung des Granuloms bzw. der apikalen Ostitis. Bei einer Zyste ist es aber möglich, dass sie trotzdem weiter wächst. Deshalb ist eine Röntgenkontrolle nach mehreren Monaten wichtig. Ist die Zyste oder das Granulom  nicht kleiner geworden oder ganz verschwunden, muss sie chirurgisch entfernt werden (Wurzelspitzenresektion)

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Sind wurzelbehandelte Zähne Störfelder?

Ein Zahn mit einer korrekt gelegten Wurzelfüllung ohne Entzündungszeichen ist aus medizinischer Sicht kein Störfeld und sollte auf keinen Fall mit dieser Begründung entfernt werden.

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