Zahnarztteam Luzern - Praxis Dr. Schulte

Der Zahnnerv und seine Funktionen

Die Anatomie des zahnes

Die Pulpa – Lebensader des Zahnes

Im Zahninnern befindet die oft „Nerv“ genannte Pulpa, deren Weichgewebe die Wurzelkanäle und die in der Zahnkrone befindliche Pulpahöhle ausfüllt. Dabei ist die Pulpa mehr als nur der Zahnnerv, denn neben Nervenfasern enthält sie auch Blutgefässe (Arterien und Venen) und Bindegewebe.

Das sind die wichtigsten Funktionen der Zahnpulpa:

  • Bildung von Zahnhartsubstanz (Dentin)
    Während der Phase der Zahnbildung im Kindes – und Jugendalter  produzieren die Pulpazellen das knochenähnliche Zahnbein (Dentin), das den grössten Teil der Zahnhartsubstanz ausmacht.  Aber auch nach dem Zahndurchbruch bildet die Pulpa weiterhin Dentin (Sekundärdentin), so dass im Laufe des Lebens die Pulpahöhle allmählich kleiner wird.  Die Pulpa kann aber auch auf äussere Reize wie z.B. eine sich der Pulpa nähernde Karies oder starke Abnutzung des Zahnes reagieren:  Indem eine Schutzschicht aus Dentin in Richtung des Reizes aufgebaut wird (Tertiärdentin oder Reizdentin), versucht die Pulpa, sich „einzumauern“ und so Ihre Integrität und Vitalität zu erhalten.
  • Ernährung des Dentins
    Dentin (Zahnbein) ist wie Knochen eine lebende Substanz, die über die mikroskopisch kleinen Dentinkanälchen mit der Pulpa verbunden ist. Die in den Kanälchen  befindlichen Zellen und Flüssigkeiten  erhalten die Zahnhartsubstanz vital und belastungsfähig.
  • Sensibilität
    Sensorische Nervenfasern in den Dentinkanälchen sorgen dafür, dass  der Zahn auf  chemische, thermische und mechanische Reize sensibel ist, was zum Beispiel den Zahnschmerz durch eine Karies oder beim Bohren erklärt.
  • Abwehr
    Das Gewebe  in den Dentinkanälchen dient auch der Abwehr von aussen in den Zahn eindringenden Mikroorganismen, wie z.B. Bakterien.

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