Zahnunfall – Was tun?

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Kinder sind naturgemäss am häufigsten von Verletzungen im Zahn-/Mundbereich betroffen: Laut Statistik erleiden 50% von ihnen einen Zahnunfall, aber auch bei Jugendlichen und Erwachsenen sind solche Verletzungen nicht selten. Neue Trendsportarten wie Skateboard oder Inline-Skating haben sogar zu einer Zunahme von Zahnverletzungen in den letzten Jahren geführt.

Hier nun kurz die wichtigsten Verhaltensregeln nach einem Zahnunfall:

(Durch klicken auf die einzelnen Regeln, erfahren Sie mehr Infos)

  • Gibt es Anzeichen für eine Gehirnerschütterung (Kurze Bewusstseinsstörung, Schwindel, Erbrechen) - sofort das nächste Spital oder den Hausarzt aufsuchen
  • Bei blutenden Gesichtsverletzungen: Blutstillung durch Kompression mit sauberen Stofftaschentüchern oder Verbandsmull. Prüfen, ob in den letzten fünf Jahren eine Impfung gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) durchgeführt wurde - Impfschein möglichst dem behandelnden Arzt oder Zahnarzt vorlegen. Bei grösseren Weichteilverletzungen oder Verdacht auf Knochenbrüche unverzüglich das nächstliegende Spital aufsuchen.
  • Sind Zähne locker, verschoben, ausgeschlagen oder abgebrochen?
  • Zahn ist abgebrochen: Abgebrochenen Teil aufbewahren und zum Zahnarzttermin mitbringen
  • Zahn ist gelockert: Belastung des lockeren Zahnes vermeiden, baldmöglichst Zahnarzt aufsuchen.
  • Zahn ist komplett herausgeschlagen: Zahn nur an der Krone berühren, nicht an der Wurzel! In kalter Milch oder Zahnrettungsbox (in Apotheke erhältlich) lagern, notfalls Zahn auch im Mund unter der Zunge aufbewahren. Behandlung beim Zahnarzt sollte innerhalb von 60 Minuten erfolgen, da ein Wiedereinpflanzen (Replantation) des Zahnes umso erfolgversprechender ist, je rascher die Behandlung erfolgt.
  • Zahn ist hineingeschlagen: Baldmöglichst Zahnarzt konsultieren

Generell gilt, dass alle Zahnunfälle umgehend der Unfallversicherung zu melden sind, auch wenn es sich scheinbar um eine Bagatellverletzung handelt. Nur so wird die spätere Behandlung der zum Unfallzeitpunkt oft nicht erkennbaren möglichen Folgeschäden von der UV übernommen.