Zahnarztteam Luzern - Praxis Dr. Schulte

Feste dritte Zähne an einem Tag

Mehr Lebensqualität mit Zahnimplantaten

Wenn alle Zähne fehlen oder entfernt werden müssen und man sich nicht mit einem herausnehmbaren Gebiss begnügen will, war der Weg zu festen Zähnen bisher oft ein rechter Leidensweg:

Meistens waren mehrfache Operationen nötig, um zunächst die Zähne zu ziehen, Knochen aufzubauen (z.B. der sogenannte Sinuslift) und ca. sechs Monate später die Implantate einzusetzen, die dann zunächst unbelastet einheilen mussten. In der Zwischenzeit - bis zu einem Jahr lang - musste sich der Patient mit schlecht sitzenden herausnehmbaren Vollprothesen als Provisorium und einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität abfinden.

Ausserdem bedeutete der hohe  Aufwand (Knochenaufbau und  6-8 Implantate pro Kiefer) sehr hohe Kosten, die für viele Patienten unerschwinglich waren.

Um Ihnen einen sachlichen Überblick über die Möglichkeiten und Methoden fester dritter Zähne an nur einem Tag zu bieten, erhalten Sie hier umfangreiche und bebilderte Informationen, die Sie entweder als kompletten Text Feste dritte Zähne sofort (pdf -Datei) oder aber abschnittsweise lesen oder ausdrucken können.

Wenn Sie nur einzelne Schwerpunktthemen interessieren, oder das Kapitel abschnittsweise lesen wollen, können Sie unten auf dieser Seite die entsprechenden Links wählen.

Die All-On-Four® Technik: Vier stabile Pfeiler für ein strahlendes Lächeln

Der schnellste Weg zu festen Zähnen:
Die All-On-Four-Methode kommt ohne Knochenaufbau aus. Der provisorische Zahnersatz wird wenige Stunden nach der Operation fest auf den vier Implantaten verschraubt.

Zum Glück gibt es heute innovative Operationsverfahren, die den Weg zu festen Zähnen erheblich abkürzen und erschwinglicher machen:

Die All-On-Four-Methode erlaubt es, mit nur vier Implantaten pro Kiefer festsitzenden Zahnersatz als Sofort-Versorgung zu realisieren. Dabei ist im Regelfall nur ein chirurgischer Eingriff erforderlich, der auch in Vollnarkose oder im Dämmerschlaf möglich ist. Noch vorhandene Zähne können gleichzeitig  entfernt werden.  Die hinteren Implantate werden mit einer Neigung von 30-45 Grad abgewinkelt eingesetzt. So kann man in der Regel ohne Knochenaufbau auskommen und auch längere und besonders stabile Implantate einsetzen, die eine Sofort-Belastung mit festem Zahnersatz zulassen.

Einige Stunden nach dem Einpflanzen der 4 Implantate wird eine zuvor in unserem Zahntechnik-Labor angefertigte provisorische Brücke fest auf den Implantaten verschraubt. Der Patient verlässt unsere Praxisklinik mit festen, belastungsfähigen Zähnen. Etwa drei Monate später wird dann die endgültige Brücke angefertigt.

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Wie funktioniert das?  Das All-On-Four-Prinzip kurz erklärt

Röntgenaufnahme

Das Problem: Wenn der Knochen schwindet

Die Röntgenaufnahme eines Patienten vor der Behandlung zeigt die „Problemzonen“ bei der Implantat-Behandlung: Rot hervorgehoben sind im Oberkiefer die Kieferhöhlen und im Unterkiefer der durch den Knochen verlaufende Gefühlsnerv der Unterlippe.

Durch diese anatomischen Strukturen, die nicht verletzt werden dürfen,  wird der verfügbare Knochen unterhalb der Kieferhöhle bzw. oberhalb des Unterkiefer-Gefühlsnerven oft stark eingeschränkt. Deshalb ist es im hinteren Abschnitt des Ober- und Unterkiefers ohne Knochenaufbau oft unmöglich, auf herkömmliche Art zu implantieren.

 

Röntgenaufnahme

Die Lösung: Der richtige Winkel

Die All-On-Four-Technik umgeht die oben genannten anatomischen «Hindernisse», indem die hinteren Implantate schräg (30-45°) nach vorn geneigt eingesetzt werden. Der meistens besser erhaltene Knochen des vorderen Kieferbereichs wird auf diese Weise optimal ausgenutzt und ein Kontakt mit der Kieferhöhle und dem Nerv des Unterkiefers vermieden. Durch die schräge Implantationsrichtung können auch deutlich längere und viel stabilere Implantate verwendet werden. Das erlaubt die Sofort-Belastung der Implantate mit festem Zahnersatz am gleichen Tag des Eingriffs. Aus wissenschaftlichen Untersuchungen wissen wir heute mit Sicherheit, dass schräg eingesetzte Implantate auch langfristig ebenso gut funktionieren wie gerade.

 

Röntgenaufnahme

Die Sofort-Belastung

Titan-Implantate brauchen etwa 2-3 Monate, im Fall eines Knochenaufbaus auch bis zu 6 Monate, um fest im Knochen „einzuwachsen“. Diese extrem stabile Verbindung zwischen Knochen und Titan nennt man Osseointegration. Wenn man diese Heilungsphase nicht abwartet, sondern auf die frisch eingepflanzten Implantate sofort einen festen Zahnersatz (z.B. eine Brücke) montiert, spricht man von Sofortbelastung. 

Wenn alle Zähne entfernt werden müssen, bietet die Sofortbelastung entscheidende Vorteile: Anstelle einer herausnehmbaren Vollprothese erhält der Patient bereits wenige Stunden nach der Operation eine fest verschraubte Brücke, die ästhetisch und funktionell auch hohen Ansprüchen gerecht wird.

Die All-On-Four-Technik mit ihren vier stabilen und über den Zahnbogen verteilten Implantaten eignet sich in besonderem Masse für die Sofortversorgung. Viele wissenschaftliche Untersuchungen haben mittlerweile gezeigt, dass die Erfolgsrate sofort belasteter Implantate bei sorgfältiger Planung und einem erfahrenen Operateur genauso hoch ist, wie bei traditionellem Vorgehen.

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Die Vorteile der All-On-Four-Methode

  • Feste Zähne an einem Tag
  • Kein Knochenaufbau erforderlich
  • Dadurch geringeres Risiko von Komplikationen
  • Nur ein Eingriff (auch in Vollnarkose möglich)
  • Geringere Kosten (im Vergleich zu 6-8 Implantaten pro Kiefer mit Knochenaufbau)
  • Mundhygiene erleichtert, da nur 4 Implantate gereinigt werden müssen
  • Ausgezeichnete Ästhetik, die individuell angepasst werden kann
  • Verschraubte Konstruktion erlaubt bei Bedarf einfache Reparatur des Zahnersatzes
  • Wissenschaftlich erwiesene hervorragende Langzeit-Erfolgsraten
  • Nur wenige Behandlungs-Sitzungen, daher auch für Patienten mit weiter Anreise geeignet

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